Transdermale Hormontherapie

Bei der transdermalen Hormontherapie wird das in eine spezielle Creme eingerührte mikronisierte Hormon direkt auf die Haut aufgetragen. Die Hormongabe zieht in die tieferen Hautschichten ein und gelangt dann in den Blutkreislauf und in das Gewebe. Von dort kann sich das Hormon – direkt und ohne Umweg über das Verdauungssystem – in die hormonellen Regelkreisläufe einfügen. Der direkte Weg über die Haut umgeht damit die Leber, die – wie bei oralen Gaben – ihrer Funktion folgend, bereits einen großen Teil der Hormongabe aussortiert, bevor dieser seinen Rezeptor-Wirkort erreicht.

Ausnahme: die Anwendung von homöopathischen Globuli bildet hierbei eine Ausnahme. Das langsame Zergehen lassen unter der Zunge fällt zwar ebenfalls unter orale Anwendung, aber dabei werden die Globuli über eine besondere Form der Haut, der Mundschleimhaut resorbiert, was physikalisch einer „transdermalen“ Anwendung gleicht.