Bio-identische Hormone

Bioidentische Hormone sind Wirkstoffe, die mit den natürlichen, d.h. vom menschlichen Körper selbst hergestellten Hormonen von ihrem Aufbau her strukturell identisch sind und deshalb auch die gleichen Wirkungen auslösen. Sie werden vom Körper daher als körpereigen erkannt. Bioidentische Hormone werden aus dem Diosgenin von Pflanzen wie der Yamswurzel oder dem gelben Ingwer hergestellt. Wichtig hierbei ist, dass die Betonung der von uns verwendeten Hormone hierbei auf strukturell identisch liegt und nicht auf die pflanzlichen Quellen reduziert wird – denn aus pflanzlich Quellen gewonnen bedeutet nicht automatisch bio-identisch. Zur Verdeutlichung: Auch der Ausgangsstoff vieler nicht-bioidentischer Hormone (z.B. Ethinylestradiol als Östrogenanteil der Anti-Baby-Pille und diverse Gelbkörperhormone in Hormonpräparaten) werden ebenso aus Pflanzen (Yamswurzel, Soja) gewonnen und im Labor dann zu diesen verarbeitet.

Nosoden

Ausgangsstoffe für homöopathische Arzneimittel können pflanzlichen, anorganischen/mineralischen, organischen oder tierischen Ursprungs sein. Zu hahnemannschen Zeiten war der Begriff Nosoden darauf beschränkt, dass aus damals sogenanntem krankhaftem Material potenzierte homöopathische Stoffe gewonnen wurden – im klassischen Sinne aus den Erregern oder Ausscheidungen infektiöser Krankheiten, die durch die starke Verdünnung beim Potenzieren ihre Ansteckungsgefahr verlieren. Viele akute und chronische Erkrankungen können nach hahnemannscher Denkweise durch sogenannte Schlüsseltoxine (= Giftstoffe) regulatorisch blockiert sein und Therapieversuche wirkungslos bleiben. In diesen Fällen stellen Nosoden nach homöopathischem Verständnis häufig das entscheidende Durchbruchstherapeutikum dar. Die Nosodentherapie ist deswegen eine gezielte Reiztherapie mit sogenanntem Ausleitungscharakter und bezieht heute auch körperfremde Stoffe wie synthetische Hormone mit ein.

Steroid-Hormone

Steroidhormone sind Steroide, die als Hormone wirken. Zu ihnen gehören die Sexualhormone der Keimdrüsen und die Corticosteroide der Nebennierenrinde. Steroide wiederum sind eine Stoffklasse der Lipide (Moleküle mit lipophilen Gruppen d.h. in der Regel wasserunlöslich) Unter die Steroid-Hormonen fallen u.a. : Cortisol, DHEA, Estradiol, Estriol Progesteron und Testosteron. Als Ausgangsstoff aller unserer Steroidhormone dient dem Organismus das körpereigene Cholesterin.